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>> Alle Info's zur 57. Potsdamer Mannschaftsregatta findet Ihr hier ... <<

Trumpf auf der Warnemünder Woche

Regattasegeln ist keine Einbahnstraße. Es gibt wenige Segler, die in den unterschiedlichsten Bedingungen konstant die Konkurrenz dominieren. Das macht die Sache spannend. Das Philip unser größtes Talent aus der Jugendgruppe zu sein scheint, dass können wir schon länger feststellen. Spätestens nach seinem Umstieg in den Laser fährt er immer wieder in die deutschen Top Ten, zuletzt ja bei der Kieler Woche. Das Salzwasser scheint ihm zu liegen. Denn bei der zweiten großen Ostseewoche der Saison fuhr er vor Warnemünde mit einer konstanten Serie auf den fünften Gesamtrang bei 74 Startern aus Europa und Asien. Zweitbester deutscher Teilnehmer, bester Europäer in der Wertung „männlich unter 16 Jahre“, nur zwei Punkte vom Gesamtplatz 3 entfernt. Großen Respekt und herzlichen Glückwunsch!

Am anderen Ende unserer Jugendgruppe nahmen unsere jüngsten Optimistensegler an der alljährlich vom PSV ausgerichteten Anfängerregatta teil. Bei kräftigem Wind traute sich ein kleines Feld aus zehn Seglern der vier Potsdamer Vereine auf’s Wasser. Unser Julian erkämpfte sich Platz 5. Bei den B-Umsteigern konnte sich Richard Platz 2 von fünf Startern sichern. Glückwunsch an unseren Nachwuchs für die engagierte Teilnahme!

 


 

Sportsfreunde, haltet ein! Die Pinnwand ist voll!

Aber wie soll sie auch nicht mit Ergebnislisten tapeziert sein, wenn selbst die Nicht-VBS-Kader bis nach Mecklenburg reisen, um am Wochenende vom 11.-12. Juni an einer Laserregatta teilzunehmen?! Doch beim diesjährigen Tollensesee-Cup hatte sich die lange Anfahrt für Milan richtig gelohnt, Gesamtrang 4 bei 20 Startern! Und auch Nicola konnte sich nach einem hervorragenden zweiten Platz im ersten Rennen im Mittelfeld festbeißen. Weiter so, Jungs!

Milan setzte am Wochenende danach noch einen drauf und nahm als zweites Jugendmitglied in Folge den Wanderpokal der SVPA Vereinsregatta mit nach Hause. Nur um Sekunden geschlagen wurde Ehrenmitglied und Dauerbrenner Wolfgang auf seinem Holzpiraten zusammen mit Vorschoter Lars. Wettfahrtleiter Hannes durfte sich noch kurzfristig seiner Pflichten entledigen, um mit Neumitglied Angelika (begeisterte Teilnehmerin beim neu initiierten Freitagssegeln) auf Platz drei zu landen. Dabei steuerte er die gerade eine Woche zuvor zu Wasser gelassene neue Vereinstempest Flying Blue Two. Die blaue Schönheit wurde in diesem Frühjahr mit großen Engagement vieler neuer Vereinsmitglieder nach Potsdam entführt und wieder hergerichtet. Im Anschluss an die Regatta wurde noch das ein und andere Bierrennen bei unserem traditionellen Fest zur Sommersonnenwende ausgetragen.

Einige Jugendsegler konnten an der Veranstaltung nicht teilnehmen, da bei der Kieler Woche höhere Aufgaben auf sie warteten. Philip belegte dort denn auch Platz 32 von 90 Teilnehmern, fünftbester deutscher Teilnehmer und bester Brandenburger in einem Feld von 13 Nationen. Für die Laser Radial hingen die Trauben noch ein wenig höher, Anselm kam auf Platz 69 und Maxi auf Platz 75 bei 120 Teilnehmern aus 17 Nationen, zweit- und drittbester Brandenburger. Wieder mal Glückwunsch und Respekt an unsere Kadersegler! Christine nahm mit ihrer Steuerfrau Jara Pi-Ranja vom SC-Storkow ebenfalls an der Kieler Woche teil, dies allerdings im Rahmen der Junior World Championships der olympischen 470er-Klasse. Dies war wohl die bisher höchstdotierte Regatta, an der je ein Adler teilgenommen hat. Christine, wir sind stolz auf Dich!

Die Trainer Hannes und Andreas konnten gar nicht genug bekommen. Gleich drei Mal nahmen sie an der Kieler Woche teil. Erst im Contender mit den Plätzen 12 und 18 bei knapp 40 Teilnehmern. Dann als Crew angeheuert zum Senatspreis auf GER 7279, einem 8m langem Kohlefaser-Racer, 30 Seemeilen im Dreieck vor der Küste. Und noch einmal über Nacht 130 Seemeilen zum Silbernen Band ohne funktionierendes GPS quer durch die dänische Inselwelt. Ziel war jeweils der Kieler Leuchtturm, welcher im letzten Rennen bei Gewitter, mit nur 500 Meter Sicht, raumschots von Langeland frei Schnauze - achja, das GPS - unter Genaker mit 16 Knoten letztendlich doch intuitiv perfekt angesteuert werden konnte. Trotz Zieleinläufen deutlich vor den restlichen Gruppengegnern reichte in der Berechnung der Rennwert des Bootes aber nicht aus, um auf der Ergebnisliste vorne mitzuspielen. Insofern hielten sich die beiden insgesamt aus dem Rampenlicht heraus. Darf auch mal sein J

Am Wochenende nach der Vereinsregatta feierte Neumitglied Matthias übrigens auf dem Vereinsgelände das Jubiläum einer wundervollen Beziehung zu seiner geliebten Gattin. Nicht nur mit Jazz- und Skaband vor der Slipanlage wurden neue Maßstäbe gesetzt. Vielmehr wurden die Gäste gebeten, auf die Gabe von Geschenke zu verzichten und dafür die Jugendarbeit mit Spenden zu unterstützen. So wie der Schatzmeister die nächsten Tage über dem Boden schwebte, muss da einiges zusammen gekommen sein. Sohn Maxime war natürlich auch einer der Feiergäste und kam recht spät ins Bett. Das hinderte ihn aber nicht daran, bei seiner zweiten 420er-Regatta beim Sea Cup North am Tegeler See zusammen mit dem PSV-Schotten Titus auf Platz zwei von 19 Startern zu segeln – als 12-jähriger ... Nicht nur dem neuen Verbandstrainer kamen dabei Freudentränen.

Nun ist die Pinwand bereits mit Ergebnissen voll. Aber am letzten Juni-Wochenende sind die Kinder und Jugendlichen ja schon wieder unterwegs gewesen. Beim Askanier-Cup am Werbellinsee hielt sich Philip per BFD im letzten Rennen zur Abwechslung mal zurück und überließ der Konkurrenz das Podium. Tina, Milan, Bob und Nicola komplettierten mit den Plätzen 12, 13, 14 und 18 unseren starken Auftritt bei den Laser 4.7. Bei den Opti-A ersegelte sich Marc als zweitplatzierter Brandenburger einen starken sechsten Platz mit Urs auf Platz 22 in einem qualitativ hochwertigen Feld.

Aber auch die Oldies hatten noch was zu bieten. Hans-Peter fuhr wie jedes Jahr zusammen mit Jörn zur Havel-Classic. Dieses Jahr allerdings nicht mit dem Jollenkreuzer von Jörn. Nein, er scheute nicht die Mühen des Mastlegens und präsentierte seinen wunderschönen Star auf der Berliner Havel.

Und auch Jörg hängte den Vereinspiraten an die Hängerkupplung, um mit seinem 74-jährigen Senior in Güstrow an der 60sten Ausgabe des Silbernen Beils teilzunehmen. Nach überwiegend flauen, schwer zu segelnden Winden am heißen Samstag, blieb der „alte Herr“ am Sonntag an Land. Bei gut 4 WS konnte Jörg aber mit einer, kurzerhand schanghaiten 15-jährigen Güstrowerin auf’s Wasser gehen. Nach ein paar Probemanövern schien auch alles gut zu laufen. Beim Start verlor Jörg jedoch die Pinnenverlängerung aus der Hand, bekam zwar den Piraten kurz vor der Kollision wieder zurück auf den Backbordbug, ließ sich aber durch das nachvollziehbare, wenn auch nicht konstruktive Gebrülle der Segler in Luv verleiten, die parallel liegenden Boote per Reflex abzuhalten. Bei je 350 kg Gesamtgewicht und entsprechendem Druck in der Luft – keine gute Idee! Quetschung der Mittelfingerkuppe inklusive offenen Knochenbruch, Krankenhaus etc. Dafür bekam er von den äußerst hilfsbereiten Gastgebern den Wanderpreis „Rammsporn“ überreicht. Na, wenn das mal kein voller Erfolg war. In diesem Sinne: „Mast und Schotbruch!“

 


Vereinsregatta & Sommersonnenwende

Zu unserer Sommersonnenwendfeier am 17.06.2016 führen wir ebenfalls unsere Vereinsregatta durch. Mitmachen kann jeder, der möchte. Ob mit oder ohne Boot - wir finden schon eine Möglichkeit. Los geht's mit der Steuermannsbesprechung ab 16:30. Wir starten, wenn alle da sind vom Steg. Von hier aus geht es eine Runde um den Templiner See und dann wieder zum Verein. Prämiert werden die schnellste Jolle, das schnellste Kielboot und der schnellste Jollenkreuzer.

Im Anschluss zur Siegerehrung gibt es wieder lecker geräucherten Fisch und Gegrilltes - nicht vergessen, sich in die Liste einzutragen - und natürlich ein zünftiges Lagerfeuer. Also bis dann.

 


Segeln im Hochsommer

03.-05.06. Ja, liebe Segelfreunde. Anfang Juni hat uns die Sonne schon fest im Griff, zieht uns auf’s Wasser, selbst wenn sie dort auch mal für einen glatten See sorgt. So geschehen beim zweiten „Erwachsenensegeln“ am Freitag. Mit wieder knapp zehn Teilnehmern sind wir guter Dinge, dort etwas Bleibendes zu starten.

Am Samstag war dann unsere Junioren bei der Frühjahrsregatta der SGS am Start. Maxime und Dominik wurden vom Landestrainer in einem erfreulich großem Feld von siebzehn 420er betreut. Im Altern von 12-13 Jahren belegten sie an ihrem 5. Segeltag in dieser technisch Anspruchsvollen Bootsklasse punktgleich mit dem sechstplatzierten den achten Platz. Respekt! Das sieht ja fast so aus, als ob die Adler nun auch in dem Zweimann-Jugendboot vorstoßen können. Bei den Senioren siegte Ehrenmitglied Wolfgang mit seiner Familie in der Wertung der 20er-Jollenkreuzer.

Ebenfalls sehr erfreulich, dass Neumitglied Mathias gleich mal in die Betreuung unserer Jüngsten einsteigen konnte. Er sagt selbst: „Heute haben Ronald (der Papa von Richard) und ich unsere 3 Optimisten bei der Frühjahrsregatta der SGS betreut und die Regatta mit abgesichert. Größere Vorfälle oder Bruch sind ausgeblieben. Bei zu Beginn wenig, dann aber annehmbarem Wind konnten alle 3 Wettfahrten durchgeführt werden. Bei den vier Startern der C-Optimisten konnte Richard den 1. und Anton den 2. Platz belegen. Bei den B-Optimisten erreichte Malena den 7. Platz unter zwölf Startern.“ Ronald hat auch wieder tolle Fotos gemacht. Rund um die Veranstaltung hatte die SGS am Freitag und Sonntag zudem ein vereinsübergreifendes Training für die Optimisten angeboten. Großen Dank Dafür!

Unsere großen Kinder nahmen derweil wieder eine längere Trailer-Tour in Kauf, um auf der Müritz vor Röbel den hochwertigen Optimal-Cup auszusegeln. Highlight war sicher der sehr gute Platz 24 von Urs in einem Feld von knapp 100 Opti-A aus halb Deutschland. Damit reiste er als zweitbester Brandenburger zurück nach Potsdam. Sehr gut auch der zehnte Platz von Tina bei den Laser 4.7. Mitfavorit Philip konnte bei insgesamt nur zwei Rennen auf dem Laserkurs sein Potential nicht voll ausschöpfen, trotz Tagessieg am Sonntag. Er landete auf Rang 8 von 48 Startern. Nicola komplettierte auf Platz 39 und Anselm fuhr im Laser Radial einen ebenfalls sehr guten 16 Platz bei über 50 Teilnehmern.

 


Segeln im Mai – 2. Hälfte

Mitte Mai stand zur Abwechslung mal wieder eine Regatta im Revier an. Also Segel bei Freunden beim „Preis der Stadt Werder“. Die Organisation für die Teilnahme der Jugendgruppe wurde früh gestartet. Dennoch liefen zwei Tage vor dem Wettkampf die „Telefondrähte“ nochmal heiß. Dann stand aber unser Optitrailer frisch geschweißt, verzinkt und mit 5 Optimisten und der „Elternschubse“ auf dem Gelände des SV Werder. Erfahrene und neu hinzugestoßene Opti-Eltern unterstützten die Logistik Hand in Hand. Unsere zwei B- und drei C-Optimisten gingen gut vorbereitet auf’s Wasser. Dort kam dann die Stunde von unserem Laser-Segler Milan. Selbst noch vor knapp zwei Jahren im Opti-B unterwegs, gab er nun bei leichten bis mittleren Winden unseren Jüngsten die entscheidenden Tipps auf dem Wasser und hatte immer ein aufmunterndes Lächeln für sie parat (Fotos). So resümiert denn auch ein Opti-Papa: „besonderen Dank an unserem Betreuer auf dem Wasser Milan - super Job gemacht.“ Richard kam bei den C-Anfängern am Sonntag am besten zurecht und gewann beide Tagesläufe und damit die Gesamtwertung. Glückwunsch! Hannes und Wolfgang waren traditionell vertreten und segelten in einem ansehnlichen Feld von einem guten Dutzend 20er Jollenkreuzern ins Mittelfeld.

Eine Woche drauf ging es dann für die erfahrenen Optisegler zur Landesjüngstenmeisterschaft nach Storkow. Am Samstag konnte aufgrund von Flaute kein Rennen gesegelt werden. Am Sonntag dann bei leichten Winden drei Rennen ohne Streicher. Dass es bei diesen Bedingungen für unsere Jungs nicht leicht werden würde, war klar. Johann, Urs und Marc werden alle im Sommer auf den Laser umsteigen. Am besten konnte noch Urs seine Leistung abrufen und beendete den Wettkampf als sechstplatzierter im Opti-A-Feld, eine deutliche Steigerung zum 10. Platz bei der letztjährigen Teilnahme im B-Feld. Glückwunsch dazu!

Zeitglich waren nicht weit entfernt am Scharmützelsee unsere Laser wieder sehr stark mit sieben Booten beim Werlcup vertreten. Anselm zeigte, dass er auch bei Leichtwind auf’s Podium segeln kann und belegte punktgleich mit dem ersten Platz drei bei den Laser Radial. Deutlich souveräner gewann wieder mal Philip bei den Laser 4.7 mit drei Tagessiegen. Als freundlicher Vereinskamerad hielt er sich im vierten Rennen zurück, sodass unser Milan zum ersten Tagessieg seiner Laser-Karriere segeln konnte. Mehr Konstanz zeigte aber Bob und fuhr auf einen für ihn sensationellen vierten Platz bei 18 Teilnehmern. Impression von der Veranstaltung finden ihr hier.

 Den tollen Sonnenschein hatte das Wochenende über aber nicht nur unsere Regattajugend genutzt. Erstmalig in dieser Saison trafen sich am Freitagnachmittag erwachsene Segelbegeisterte, -profis und –interessierte zu einem gemeinsamen „Training“ in lockerer Atmosphäre. Zehn Segler liefen am frühen Abend aus, sorgsam verteilt auf Laser, Schakel und Tempest. Ein toller Auftakt. Ab sofort machen wir das jeden Freitag.

 


Pfingsten 2016 / Traditionen & Pläne

Wie hatte Dirk letztes Jahr in seinem Bericht geschrieben – „Traditionen sind etwas Gutes“. Dirk konnte aber dieses Jahr leider nicht und so war es an mir die Tradition fortzusetzen und zur Seesterngedächtnisregatta nach Spiekeroog zu fahren. Dafür hatte ich mir auch einen ausgeklügelten Plan zurecht gelegt – 1) Samstag rüber segeln 2) Sonntag alles in Grund & Boden segeln 3) der Rest ergibt sich. Damit folgte der Plan in guter alter Tradition denen der Vorjahre. Scheiterten wir in den letzten Jahren aber meist erst an Punkt 2, so sollte in diesem Jahr bereits Punkt 1 zum Problem werden. Konstant 6-7 Beaufort in Böen an die 40 Knoten. Das war kein Wetter um mit einem vollgepackten Contender durchs Watt zu düsen. Also kam Plan B zum Zug. Plan B unterscheidet sich von Plan A dadurch, dass die Punkte 1) und 2) gestrichen werden und lediglich Punkt 3 umgesetzt wird. Konkret ergab sich so ein netter Abend in Ingos Trinkhalle, dem legendären Saxophon in der Innenstadt von Wilhelmshaven.
Den Bierchen des Abends zum Trotz stand ich dann aber am Sonntag abermals im Hafen von Neuharlingersiel, um einen zweiten Versuch zu starten und jetzt auf die Insel überzusetzen. Heute zeigte der Windmesser lediglich 5-6 Beaufort, in Böen einen Tacken mehr. Das passte! Also schwupps das Boot aufbauen, rüber düsen, Zelt aufbauen. Bis zur Steuermannsbesprechung um 9:30 Uhr ist noch ein bisschen Zeit. Ich lasse meinen Blick über den Hafen schweifen – ich glaube, ich habe den Hafen zu Pfingsten noch nie so leer gesehen. Aber alle langfristigen Wetterprognosen hatten Temperaturen deutlich unterhalb 10°C, Graupelschauer und viel Wind vorher gesagt. Offensichtlich für viele ein abschreckendes Szenario. In der Realität ziehen zwar einige Wolken über den Himmel, und der Wind bläst ordentlich aber überwiegend scheint die Sonne – einfach geiles Segelwetter! Zur Steuermannsbesprechung erscheint dieses Jahr nur eine kleine Schar. 39 Boote sollen zur Regatta angereist sein (in anderen Jahren sind es um die 100), 25 haben am Samstag Abend gemeldet. 2 von Ihnen ziehen bei der Steuermannsbesprechung ihre Meldung zurück. Auslaufen werden nachher nur 11 Boote, starten nur 9 (das sind aber fast doppelt so viele wie am gleichen Tag vor Helgoland zur Helgoländer Acht auslaufen). Ansonsten ist in diesem Jahr alles wie immer, nur dass wir anders herum segeln und mehr Wind als sonst. Außerdem wird der Start um eine Stunde verschoben weil man hofft, dass der Schwell zwischen den Inseln dann geringer sein wird.

Den ersten Start beobachten Claas und ich noch von der Sandbank hinter der Linie. Danach sind wir dran. Als noch etwa 1:30 min auf der Uhr sind stoßen wir ab. Bei 0:30 passiert es dann, ich weiß eigentlich gar nicht warum, aber auf einmal haut es mich um. Na wunderbar! Der Start ist schon mal im A… Vom Startschiff höre ich noch jemanden rufen, „Andreas, jetzt hol sie Dir!“. Ich passiere die Startlinie, Speed aufnehmen, Segel dicht – Rumms! Och nöööööh!!! Was ist jetzt schon wieder. Der Knoten der Großschot am Baum hat sich gelöst und die Großschot ist ausgerauscht. Das kann doch nicht wahr sein! Ich liege diesmal in Luv im Wasser, das Boot nimmt Fahrt auf, schleift mich hinterher und kentert abermals. Diesmal bin ich auch noch zu langsam und der Kahn dreht durch. Aber auf Eskimorolle habe ich jetzt echt keinen Bock mehr, also 2x kentern, wenden und ab Richtung Sandbank. Jetzt die Schot neu einfädeln und den Knoten ordentlich festziehen. Als ich endlich loskomme ist das Feld schon weit weg. Naja, der Wind ist super, die Sonne scheint – auch als Tourist kann man Spaß haben. Aber ganz allein bin ich nicht, die Jungs von der DGzRS begleiten mich auf meinem Weg zur Tonne 1. Warum nur? Sah wohl bisher nicht sonderlich souverän aus was ich da so abgeliefert habe - naja egal. Was jetzt kommt ist segeln vom Feinsten! Wenn ich mir einen Segeltag im Katalog zusammenstellen könnte – so und nicht anders müsste er sein – geiler geht nicht! Ich ertappe mich dabei, wie ich vor meinem geistigen Auge die Szenerie von oben betrachte. Und dann lache ich los – einfach so – aus purer Freude über diesen Moment. Selten ist der Kopf so frei und die Gedanken so klar. Der Bug fliegt über die Wellen, ein paar Wolken zeichnen dunkle Schatten auf die See. Ein herrliches Bild. Ich muss unweigerlich an Backes Buch – die Farben der See - denken. Genuss pur! Einige Male vergesse ich vor lauter Euphorie glatt, dass wir hier eigentlich Regatta segeln. Später gibt es dann aber doch einen Dämpfer. Bei einer unglücklichen Bergeaktion bricht der Mast von Claas Boot. Danach mag auch bei mir keine rechte Freude mehr aufkommen und so geht es zurück in den Hafen. Im Pril frage ich mich dann aber, ob vielleicht Kapitän Blaubär hier irgendwo gerade seine wilden Geschichten erzählt. Die Wellen sind fast quadratisch und es fühlt sich an, als würde man über Kopfsteinpflaster segeln. Ich habe wirklich schon einiges erlebt und viele lustige Wellen gesehen, aber wie man die Dinger mit einem quasi quadratischen Grundriss (Kantenlänge etwa 30 cm) versehen kann ist mir absolut schleierhaft.
Wieder an Land wird dann Punkt 3) des Plans konsequent umgesetzt. Und Obwohl der Regattaball in diesem Jahr nicht ganz so besucht ist wie in den Vorjahren tanzt der Bär bis die „Tramps“ am frühen Morgen die Bühne verlassen. Es ist schon der Hammer, was hier jedes Jahr für heiße Party steigt. Und wem das noch nicht reicht, im wilden Westen der Insel geht’s ja noch weiter.
Montag schaukele ich meinen Conti dann bei gemütlichen 3-4 Beaufort wieder Richtung Festland. Als das Boot wieder verpackt ist und ich den Hänger ans Auto hänge denke ich wieder an Dirk – Traditionen sind wirklich was Gutes! Ach ja, und dieses Jahr hat es sogar mal wieder mit Punkt 2) von Plan A gepasst! Also dann, bis nächstes Jahr! Andreas - GER-11

 


Segeln im Mai - Halbzeit

Während sich ein Teil der Brandenburger Opti-Segler vor Wilhelmshaven auf die Strömungsverhältnisse bei der diesjährigen IDJüM in Helgoland vorbereitete (mit Andreas als Trainer und Marc als Teilnehmer), überquerte der andere Teil die Landesgrenze nach Mecklenburg, nahm über Himmelfahrt ein VBS-Trainingslager in Angriff und trat dann bei dem hoch dotierten 13. Plauer Opti-Cup an.

Urs verpasste knapp die Goldgruppe im A-Feld und ersegelte sich als drittbester von sechs Brandenburgern einen achtbaren 73. Platz. Maxime zeigte, dass er sich am Gardasee sehr gut auf große Felder eingestellt hat und kam auf einen sehr guten 19. Platz im 80 Boote starken B-Feld, als mit Abstand der beste Brandenburger Starter. Glückwunsch!

Ein Wochenende später zog es unsere Laser-Elite nach Kiel zum YES - Young Europeans Sailing, begleitet von Vorschoterin Christine und Steuerfrau Jara Seide aus Storkow in der olympischen 470er-Klasse. Bei teils grenzwertigen Starkwindregatten zerlegte es der noch jungen Damencrew den Ruderbolzen, sodass sie am letzten Wettfahrttag volle Punktzahlen kassierten. Maxi quälte sich mit ner Grippe durch den Sturm. Besser erging es seinem Bruder Philip, der am letzten Tag nochmal richtig aufdrehte, inklusive Tagessieg. Am Ende platzierte er sich als drittbester Deutscher auf Gesamtrang 7 im internationalen Feld. Glückwunsch! Bei den Laser Radial zeigt Anselm wieder mal seine Vorliebe für Starkwind und kam auf einem hervorragenden 14. Rang. Die Gesamtergebnisse findet ihr hier.

Je weiter wir nach Westen segeln, desto kräftiger weht der Wind. Perfekte Bedingungen für Jugendwart Andreas und sein „Blindes Huhn“. Sieg bei der Seestern-Gedächtnis-Regatta vor Spiekeroog auf der Nordsee. Glückwunsch!

Und auch Trainer Jörg hatte seine morbide Freude bei der Starkwind-Knüppellei in der verregneten Schweiz. An der Vorschot von Segelfreund Gregor Schuchardt aus Schwerin gewann er beim Eurocup der 20qm Jollenkreuzer wiederholt die Wertung der „Old-Timer“ B-Boote (älter als Baujahr 1990) und fuhr mit Platz 11 nur knapp an den Top Ten vorbei. Große Zustimmung erhielten er und seine beiden Segelkameraden von den unglaublich freundlichen, ansässigen Fahrtenseglern dafür, dass sie jeden Abend zum Schlafen ihre Bootspolster aus dem Auto in die Rennzicke schleppten – und dabei die Regenpausen erfolgreich abpassten.

Mal schauen, was der Wonnemonat noch so bringt. Übrigens, seit kurzem steht eine dritte Tempest als Vereinsschiff auf dem Hof. Es kann sich also niemand mehr herausreden, wenn er oder sie nicht auf’s Wasser kommt.

 


Opti-Trainlingslager in Wilhelmshaven

Jonas hat einen Bericht vom Opti-Trainingslager in Wilhelmshaven geschrieben. Lerninhalt war das Kennenlernen des Segelns bei Strömung - einer Erfahrung, die sich auf unseren heimischen Gewässern nur schwer sammeln lässt.

>> Hier gehts zum Bericht.

 


Segeln im April

Anfang Mai. Die Saison steckt nicht nur in ihren Kinderschuhen, sie hat laufen gelernt und kommt bald in die Schule. Doch der Reihe nach. Zwei Wochen nach Ostern kamen endlich die großen Boote in’s Wasser, wurden alle Jollen auf die Wiese gestellt und die Vereinsboote klar gemacht. Das ganze bei schönstem Sonnenschein und spiegelglatter See. Bestes Wetter für’s Abslippen!

Mitte April stand dann am Müggelsee die erste lokale Opti-Regatta an, wo sich Urs und Maxime sehr ordentlich im Mittelfeld des starken Berliner A- und B-Feldes platzierten. Maxime zeigte im B-Feld von über 60 Booten mit einem 4. Platz im letzten Rennen, dass er durchaus auch schon das erweiterte Podium angreifen kann. Zumal er den sehr guten Wettfahrtlauf später noch am „Grünen Tisch“ verteidigen durfte. Zum Glück werden die Kinder von unserem Jugendwart und ausgebildeten Schiedsrichter Andreas auf solche Situationen bestens vorbereitet. Oder waren es doch die Gene als Sohn eines Anwalts ;-)

Unsere Lasertruppe war zeitgleich an den Seddinsee gereist und stellte dort trotz Abwesenheit unserer Kadersegler (der Landestrainer hatte zum Wochenendtraining gerufen) mit vier Teilnehmerinnen die bei weiten breiteste Vereinsdelegation im Feld von 22 Booten, und zeigten sich auch konkurrenzfähig.

Eine Woche später stand für die Optimisten dann bereits der erste Saisonhöhepunkt im Land Brandenburg direkt vor der Haustür – die vom PSV auf dem Templiner See ausgerichtete Kinder und Jugendregatta. Waren wir in den letzten beiden Jahren auch zahlenmäßig besser vertreten, konnten wir in diesem Jahr mit besonderer Klasse glänzen. Erstmals mit drei Optimisten im starken A-Feld vertreten, und Marc von Beginn an vorne mit dabei. Nach bereits vier Wettfahrten am Samstag bei mäßigen Winden hatte er als zweitplatzierter beste Aussichten auf’s Podium. Ebenso Maxime in der Opti-B-Wertung. Beide hatten dann im einzigen verbliebenen Rennen am Sonntag den Historischen Doppelsieg für den Adler auf der Schippe gehabt. Denn die Gesamtführenden der Felder fuhren ihre Streicher ein. Ob es die Nerven waren, die Unerfahrenheit oder einfach nur Pech – am Ende hielten sie sich vornehm zurück. Dennoch gab es mit Platz 2 bei den B-Optis und Platz 3 bei den A-Optis zwei Spitzenresultate. Zudem stellte der Adler damit die besten Brandenburger Teilnehmer. Zu einer Überraschung kam es dann bei der Siegerehrung, als Europa/Weltmeister und Olympiasieger Thomas (Flade) Flach die Pokale überreichte.

Deutlich souveräner agierten zeitgleich unser Laser-Ass Philipp am Steinhuder Meer sowie unser Jugendwart und zweiter Vorsitzender Andreas mit seinem Contender am Wannsee. Beide gewannen mit jeweils lupenreinen Serien von ersten Plätzen. Bei den älteren Herren am Wannsee gab’s auch eine schöne maritime Geschichte nach dem Motto „Junge trifft Mädchen“.

Kurz vor dem Wochenende hatte sich unser Sportwart Hannes bereits bei den US-Nationals mit einem neunten Platz achtbar geschlagen. Dafür musste er schon zu Jahresbeginn seinen schicken Holzcontender per Container auf die Reise schicken – und dann später nachfliegen in’s sonnige Santa Cruz de California.Die US-Nationals waren jedoch nur der Auftakt für die Weltmeisterschaft 2016, die Hannes bei teilweise extrem starkem Wind (Fotos) nach einer konstanten Serie mit einem sehr guten neunten Platz, und damit als bester deutscher Teilnehmer beendete. Glückwunsch!!

Zurück vom anderen Ende der Welt kam Hannes leider zu spät zum Revieransegeln. Pünktlich jedoch hatten sich die arktischen Aprilstürme der Woche in eine Maitaugliche Frühlingsbrise gewandelt. Entsprechend breit war das Lächeln bei allen, die sich am 01. Mai auf den Templiner See zog. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das erste Vereinsübergreifende Training im Review durchgeführt. Kinder und Trainer aus PSV, SGS und SVPA fanden sich auf dem Wasser in 4 verschiedenen, nach seglerischer Reife eingeteilten Trainingsgruppen zusammen. Bei der Abschlussveranstaltung auf dem Gelände der SGS wurde dann ein positives Fazit der Generalprobe gezogen. Vieles gilt es noch zu verbessern. Das Wichtigste aber funktioniert schon: Trainer und Kinder sind motiviert zur Zusammenarbeit und packen es an!

Nicht alle Vereinsmitglieder konnten an dem offiziellen Saisonauftakt teilnehmen. Maxime, Urs und Marc waren nach Bad Saarow zum Opti-Cup vom Scharmützelsee gereist. Urs sammelte bei seiner bereits vierten Regatta in der laufenden Saison als Neuntplatzierter wichtige Ranglistenpunkte. Marc war eigentlich nur zum Training angetreten, da er am Sonntag einen Konfirmationstermin hatte. Nachdem er aber am Samstag das Feld dominiert hatte, flog er am Sonntag zur fünften Wettfahrt ein, gewann auch diese und konnte den DNS aus der ersten Tageswettfahrt streichen: Erster Gesamtsieg für Marc in einem Opti-A-Feld. Herzlichen Glückwunsch!

Die 80 besten deutschen Opti-Segler hatten sich derweil vor Warnemünde zu den Ausscheidungswettfahrten für die Europa- und Weltmeisterschaften zusammen gefunden. Mit dabei unser Gastmitglied Johann Emmer aus Lehnin, der sich mit seinen zarten 11 Lenzen solide auf Platz 53 einsortierte, in den drei der zehn Wettfahrten mit etwas weniger Wind aber wiederholt sein Potential mit beeindruckenden Top-Ten-Platzierungen aufblitzen ließ.

Damit sind wir aber immer noch nicht fertig. Denn Familie Walkenbach war ja auch wieder auf Tour. Christine ersegelte beim Sparkassen-Cup in Schwerin mit Steuerfrau einen soliden zwölften Platz. Die beiden jüngeren Brüder waren noch mal ein Stück weiter bis nach Horn in Holland gereist, zum Euro-Cup der Laser. Philip platzierte sich im international stark besetzten Feld auf Platz 20 und wurde damit dritter der U16 Wertung.

So! Wenn das mal kein voller April war. Mal schauen, was der Mai so bringt.

 


Gardasee im Doppelpack

Sowohl die Optis, als auch die Laser waren am zur Osterzeit auf dem Gardasee. Anselms Bericht vom Trainingslager der Laser könnt Ihr hier lesen. Der Bericht der 34° Lake Garda Meeting Optimist Class Regatta folgt von Peter unten.

Zusammen mit 10 weiteren Opti-Kindern aus Brandenburg haben sich die Potsdamer Adler Marc, Maxime und Urs in diesem Jahr auf den Weg zum Lake Garda Meeting gemacht, der weltweit größten (Optimistenregatta) mit 900(!) Teilnehmern aus allen möglichen Ländern. Fotos zur Veranstaltung gibt es hier. Vor imposanter Bergkulisse bei traumhaften Segelbedingungen wurden in Qualifyings (8 Rennen über 3 Tage) die begehrten Plätze für die finalen Fleets (Gruppen) ausgesegelt. Große Begeisterung bei Marc und Urs, die sich Plätze im Bronzefleet ersegelt haben, Maxime konnte sich im Laufe der Regatta ebenfalls stetig steigern und sicherte sich einen guten Platz im Pearlfleet.

Doch von Anfang an: Unsere Segelexperten sahen sich mit für sie gänzlich anderen Segelbedingungen konfrontiert: Viel, wirklich viel mehr Wind und viel höhere Wellen - also ganz anders als von Wettkämpfen in der Region bekannt. Landestrainer Jonas hat die Kinder in einem direkt vorgeschalteten Trainingslager auf diese Bedingungen optimal vorbereitet: Es ging jeden Tag in zwei Trainingseinheiten über mehrere Stunden aufs Wasser: Starts genauso wie Wellensegeln, Taktik- und Geschicklichkeitsübungen standen auf dem Programm und die Stimmung war tiptop, die Motivation entsprechend hoch! Der Trainer deutlich entspannter als viele mitgereiste Eltern, die mindestens genauso nervös waren wie die Kinder. In den Finals langte der Windgott nochmals so richtig zu bis auf 20kn — in den Böen darüber - so das die letzten Fleets abgebrochen werden mussten: Lt Aussagen der Kinder bei Weitem der stärkste Wind von allen Regattatagen und so richtig anstrengend. Marc und Urs ebenso wie Maxime konnten sich in ihren international besetzten Fleets gute Plätze ersegeln und insbesondere im letzten Rennen nochmal deutlich steigern. Die Adler und alle anderen Brandenburger waren nach Zieldurchlauf auch entsprechend glückselig - so schön kann eben Segeln bei guten Bedingungen sein.

Pause. Ein Tag Pause war eingeplant und konnte für unterschiedliche Zwecke verwendet werden: Manche Kinder haben einen Ausflug nach Venedig gemacht, andere haben den Tag zum Klettern genutzt - wobei natürlich die eigene Körpergröße gewissermaßen getuned wurde um mindestens den zweitschwierigsten Parcours erklettern zu dürfen - oder es wurde einfach gefaulenzt.

Doch nach dem Wettkampf ist bekanntlich vor dem Wettkampf: Somit war nach der Siegerehrung nicht etwa Schluss, sondern nach dem Pausentag wurden weitere vier Segeltage angehängt. Die Kinder hatten damit insgesamt 11 wunderschöne Segeltage und konnten ihren Sport so erleben wie er eigentlich so richtig Spass macht: Mit Wellen, Wind, ganz sicher körperlicher Herausforderung, ebenso sicher strategischem Verständnis für große Felder, Nervenkitzel, langen Segelkursen, sehr vielen Gleichgesinnten, spannendsten Wettkämpfen und italienisch internationaler Atmosphäre! Während die Segler ihre Kräfte auf dem Wasser messen konnten, nutzen Eltern die freie Zeit für Wanderungen in den Bergen, Ausflüge nach Venedig, Verona, San Marino, für Weinverkostungen, Shopping und vieles mehr. Somit wurde aus dem eigentlichen Trainingslager für viele ausserdem ein Familienurlaub. Den Abschluss bildete dann eine von den Kindern selbst organisierte Party am Strand von Torbole mit eigener Vorbereitung, zu der auch die Trainer, nicht aber die Eltern eingeladen wurden. Das war natürlich eine ganz tolle Idee!

Insgesamt darf man schliessen, das die Veranstaltung nicht nur segeltechnisch ein voller Erfolg war, sondern auch Teamgeist und Teambildung wirklich profitiert haben. Die Kinder aus den  unterschiedlichen Vereinen im Land sind noch mal ein deutliches Stück näher zusammengerückt. Gerüchte besagen, das das Trainingslager im kommenden Jahr mit gleichem Ablauf und Umfang wiederholt wird. Man darf sich schon darauf freuen!

 


Adler-Jugend im „internationalen Geschäft“

Zu Beginn der Osterferien führten Anselm und Philip die Brandenburger Lasertruppe beim ersten internationalen Wettkampf am Gardasee an und hatten viel Spaß und Freude in der weiteren Saisonvorbereitung mit dem VBS vor Ort.

Christine trat mit ihrer Steuerfrau Jara Seide zu ihrer zweiten Regatta im olympischen 470er gleich beim hoch dotierten Princess Sofia Cup auf Mallorca an. Die erst im Herbst letzten Jahres formierte, und direkt aus dem Laser umgestiegene Mannschaft durfte dort noch einiges an Lehrgeld zahlen. Wir drücken jedoch die Daumen und sind voller Zuversicht für eine stetige Verbesserung in der noch jungen Saison.

 


Erster Saisonsieg für die Adler!

Die Frühblüher zeigen sich tapfer. Ansonsten hält noch alles Winterschlaf. Wirklich alles? Nein, in Zeuthen wird gesegelt, und zwar Regatta!

Die „Kühlschranktüren“ dürfen am zweiten Märzwochenende auf den Zeuthener See. Dieses Jahr werden keine Eisbrecher benötigt und Schnee muss auch nicht vom Deck gewischt werden. Obwohl unsere wintererprobte Jugend derartige Bedingungen sicher mit einem Lachen angenommen hätte. Immerhin, sechs von 22 Teilnehmerinnen in den Jugendklassen 4.7 und Radial starteten für den Adler, also ¼ !!! des gesamten Berlin/Brandenburger Felds der Frühaufsteher. Respekt!

Und dann ging auch noch der Sieg im 4.7 nach souveräner Serie an Philip. Gratulation! Anselm verpasste nur knapp das Podium bei den Radial. Weiter so! Und ja, die Alten kommen auch bald auf’s Wasser. Abslippen steht zwei Wochen nach Ostern an.

Ergebnisse findet ihr hier.

 


Trainingslager Neuruppin

Am Wochenende zog es die drei Adlerkinder Marc, Maxime und Urs ins Trainingslager nach Neuruppin. Ziel war die Vorbereitung und Einstimmung auf die anstehende größte Optiregatta der Welt. Gemeinsam mit der Trainingsgruppe des Landes Brandenburg und unter Anleitung der  Optitrainer Jonas und Lars wurde letzte Kniffe und die theoretischen Grundlagen vermittelt - und natürlich nochmal der Teamgeist vertieft! Über Ostern dürfen die Kinder sich dann am Gardasee in Feldern von über 1.000 Booten behaupten. Mehr darüber später an dieser Stelle.

 


Gerhardt-Hauptmann-Grundschule und SVPA schließen Kooperationsvertrag


Am 29. Februar 2016 trafen sich die Schulleiterin der Gerhardt-Hauptmann-Grundschule Potsdam, Frau Sabine Röhding-Kanwischer, und der Vorstand des Segelvereins „Potsdamer Adler“ zur Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen der Schule und dem Verein. Gegenstand der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Durchführung einer Arbeitsgemeinschaft Segeln für interessierte Schüler der Grundschule und weitere gegenseitige Unterstützung.


Bereits vor der Vertragsunterzeichnung wurde im Herbst 2015 die Arbeit aufgenommen und mit der Durchführung einer Arbeitsgemeinschaft begonnen, an der zur Zeit 11 Schülerinnen und Schüler der Grundschule teilnehmen. Nach einigen anfänglichen Segelübungen wurde das Winterhalbjahr genutzt, mit den jungen Seglern die theoretischen Grundlagen zu erlernen. Inzwischen kennen die Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren die Teile ihrer Optimist-Jolle, haben sich intensiv mit Vorfahrtsregeln und den zu segelnden Kursen beschäftigt und beherrschen die wichtigsten Knoten. Verständlicherweise kam bei der jungen Truppe Spiel und Spaß nicht zu kurz, so wurden Modellschiffe gebaut und ein kleines Spiel entwickelt. Nächster Höhepunkt in der Arbeitsgemeinschaft wird die theoretische Prüfung zum Jüngstensegelschein sein, bevor es nach Ostern wieder zum Segeln auf den Templiner See geht. Geplant ist auch eine Wochenendreise zu einem befreundeten Segelverein – natürlich unter Segeln. Gespannt sind auch alle auf die ersten Regatten im Sommer.
Der Segelverein freut sich über den Zuwachs in seinen Reihen und ermöglicht gern die ersten Schritte, die bei Interesse und Eignung in der Jugendabteilung des Vereins fortgesetzt werden können. Dass die Kooperation von Schule und Verein die richtige Basis für einen Start in diese Sportart sind, zeigen zahlreiche Regattasiege, Landesmeister und Teilnahmen an internationalen Meisterschaften seitens der Jugendmitglieder des Vereins.
Geleitet wird die AG durch Andreas Koschwitz-Haack, einem Mitglied des Segelvereins, der dabei durch vier Mitglieder der Jugendabteilung des Segelvereins tatkräftig unterstützt wird. Die Arbeitsgemeinschaft findet in den Räumen des Vereins statt, der auch das Material, vom Arbeitsheft bis zum Boot zur Verfügung stellt. Die Unterstützung der Eltern ist dabei natürlich ebenso wichtig. Daher werden die Eltern schon jetzt zu den Elternbesprechungen im Verein eingeladen und sind mit ihren Kindern gern auf den Vereinsveranstaltungen gesehen.
Über die Durchführung der Segel-AG hinaus wollen sich die neuen Partner auch zu Festen gegenseitig einladen und bei Projekten unterstützen.
Nach der Unterzeichnung zeigten die Nachwuchssegler, was sie bereits gelernt haben und zeigten Knoten, erklärten Bootsteile und Vorfahrtsregeln. Dafür erhielten sie neben der Anerkennung ihrer Schulleiterin auch ein kleines Geschenk, das Frau Röding-Kanwischer mitgebracht hatte.

 


Eisbrecherregatta

Am vergangenen Wochenende fand bei der Baltischen Seglervereinigung in Berlin die Eisbrecherregatta der RG65 Klasse statt. Neben Teilnehmern aus nahezu dem gesamten Bundesgebiet war auch Andreas Voigt vom SVPA am Start. Es war sein erster Start mit einem Boot diesen Typs, insofern waren die Erwartungen nicht allzu hoch gesteckt. Vor allem ging es darum Erfahrungen mit dem bisher ungewohnten Swingrigg zu sammeln. Am Vormittag wurden bei drehenden Winden 6 Fleetraces gesegelt. Vor allem in den ersten Läufen haderte Andreas hier noch mit dem Trimm seines Bootes. Später führte eine verklemmte Schot zur Aufgabe eines Rennens. Zum Glück konnte die Reparatur schnell durchgeführt werden und so war das Boot beim nächsten Rennen wieder startklar. Leider verklemmte sich die Schot abermals, aber diesmal konnte wenigstens das Rennen beendet werden. Am Ende qualifizierten sich die besten acht Segler dieser Vorserie für das anschließende Matchrace. Mit Platz 7 rutschte Andreas hier noch knapp in Runde der qualifizierten Boote. Im K.O.-System ging es nun weiter. Am Ende traf Andreas im kleinen Finale auf Manfred Prothmann aus Brandis und konnte diesen knapp besiegen. Damit schlug am Ende ein versöhnlicher Platz 3 als Ergebnis zu Buche. Den Sieg im Finale um Platz 1 sicherte sich mit 2:1 Siegen Jens Amenda aus Leipzig vor Andreas Ebert, ebenfalls aus Leipzig.

Ein ausführlicher Bericht, die vollständige Ergebnisliste und ein paar Bilder wurden hier veröffentlicht: http://p-sails.blogspot.de

 


Eisschollencup

Am 28.02. wurde der 3. Eisschollencup der MM-Klasse in unserem Verein ausgetragen. Allerdings trug die Veranstaltung ihren Namen in diesem Jahr zu unrecht. Bei strahlendem Sonnenschein wurde einem geradezu warm ums Herz und es kamen echte Frühlingsgefühle auf! Problematisch gestaltete sich anfangs allerdings die Windsituation. Der Wind drehte im Regattagebiert ständig mit bis zu 180°. Die Wettfahrtleitung reagierte darauf indem sie einen sonst eher unüblichen Viereckskurs absegeln lies. Auf diese Weise waren dann doch alle Elemente einer Wettfahrt (Kreuz, Raum- und Vorwindkurs) im Kurs enthalten. Start & Ziel lagen mittig im Kurs. Insgesamt konnten 9 Läufe bei leichten, stark drehenden Winden gesegelt werden. Platz 3 belegte Detlef Elfert aus Berlin, Platz 2 ging an Mario Rudolph aus Storkow, der Sieg ging an Andreas Voigt vom ausrichtenden SVPA. Ergebnisse hier.

 


Athletik- und Theorietest

Am Samstag fand wieder der jährliche Athletik- und Theorietest für die ambitionierten Segler in Brandenburg statt - dieses Mal in Eberswalde. Insgesamt sind 72 Kinder aus 18 Vereinen im Land angetreten um den ersten Wettbewerb der Saison auszutragen! Zur Einstimmung wurden viele Fragen aus vielen seglerischen Bereichen abgefragt - dazu zählten Fragen zum Regattageschehen genauso wie Fragen zu Meteorologie. Sportlich wurden Kraft, Ausdauer und Koordination gefordert.

Der Adler war mit 11 Kinder vertreten und hat tolle Ergebnisse eingefahren: Christine hat den ersten Platz belegt bei den U18, im weiteren haben gute Plätze belegt: Urs (2. Platz bei U14), Philip (2. Platz bei U16), Marc (4. Platz bei U16), Bob (4. Platz bei U18), Maxime (5. Platz bei U14), Richard (6. Platz bei U12).

Rüstzeug und ein gutes Pfund Motivation für die Saison sind damit vorhanden!

 


Endlich wieder Segeln!

Letztes Januarwochenende. Am Freitagabend treffen sich die Adler am Bahnhof Pirschheide und machen gut sechs Bowlingbahnen voll. Die fröhliche Geselligkeit und die zügig nachgereichten Getränke lassen die Athrose- und Bandscheibenschmerzen vergessen. Trainer Jörg denkt laut über den Segeltermin am kommenden Vormittag nach. Reaktion: "Morgen??! Es wurde doch Sturmwarnung gegeben!" Na gut, Windfinder hatte seit einigen Tagen konstant um die 20 Knoten Wind vorhergesagt mit Spitzen in den 40ern. Aber erst mal rankommen lassen.

Der Landestrainer Jan Müller hat sich dann auch nicht schrecken lassen. Zwei Brandenburger Segler kommen von auswärts und machen mit unseren Adlern seine Trainingsgruppe aus fünf Laserseglern voll. Optisegler Johann aus Lehnin und Urs aus Potsdam finden den Weg an den Steg. Die Bedingungen sind eher moderat, nur der leichte Regen stört. Also Ablegen kurz nach elf Uhr. Für die Jugend der erste Segeltag in diesem Jahr, gerade noch pünktlich vor Ablauf des Januars. Bei Windstärken zwischen 10 und 20 Knoten (auf dem Templiner See kommt meist weniger an als vorhergesagt …) gibt’s eine sehr effektive Trainingseinheit von ca. 90 Minuten und jede Menge Spaß beim Surf auf den zarten Havelwellen.

Und das sagen dann die Optikinder dazu: „Danke, dass Du heute mit uns raus gefahren bist. Es hat mit viel Spaß gemacht. Besonders toll fand ich das Kreuzen und dass ich so gut hängen konnte. Beim Halsen hatte ich anfangs noch etwas Angst, aber dann ging es. Es war ein tolles Segelwetter! Für die nächste Woche habe ich mir schon einen Trainingsplan gemacht -  mit Hängen bei uns an der Treppe.“ Na denn - „Sport frei!“

 


Ehrung für Norbert Seidel

Auf einer Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Verbandes Brandenburgischer Segler e. V. (VBS) wurde unser langjähriges Vorstandsmitglied Norbert Seidel mit der Ehrennadel des VBS in Gold geehrt.

Norbert Seidel wurde die hohe Ehrung für seine nahezu 37-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Segelverein Potsdamer Adler e. V. zu teil. Er hat damit in unterschiedlichen Funktionen einen großen Beitrag zu Förderung und Entwicklung des Segelsports im Land Brandenburg geleistet.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser hohen Ehrung.

 


Ansegeln 2016

Nachdem die Segelsaison 2015 am Silvestertag bei strahlendem Sonnenschein beendet wurde stand die Frage im Raum, wann denn die Saison 2016 eröffnet werden würde. Der Neujahrsmorgen lieferte ja, auch wenn der Wind gar nicht so schlecht war, eher eine gute Kulisse für einen Edgar Wallace Film denn für einen gelungenen Saisonauftakt. Und auch am 02.01. traute sich noch niemand so recht auf’s Wasser. So dauerte es doch bis zum 03.01. bis sich die ersten Adler wieder auf’s Wasser trauten. Bei strahlendem Sonnenschein und -7°C wehte eine steife Brise aus Ost. Als erster schob Jugendwart Andreas seinen Contender ins Wasser. Als Sportwart Hannes fünf Minuten später dazu kam, war das Deck bei Andreas bereits unter Eis begraben und auch die Großschotklemme vereist. Raumschots ging es dann auf den Templiner See um dort ein bisschen umher zu toben. Auf dem Weg nach Hause ging dann eigentlich gar nichts mehr. Alle Schoten, Strecker, Klemmen und auch das Deck komplett vereist. Rutschige Angelegenheit. An Trapezsegeln war nicht mehr zu denken, zumal auch der Pinnenausleger in den in Eis glasierten Handschuhen keinen Halt mehr fand. Ja, die Finger waren kalt – aber ein Lachen im Gesicht, weil „geil war es schon!“ In diesem Sinne, allen ein frohes neues Jahr!

Unsere Contendersegler mögen ja offensichtlich die Grenzregion zwischem Wasser- und Eissegeln. Es geht aber auch wärmer. Muss man halt Mitglied im Team Brandenburg sein. Sieben Lasersegler aus diesem Team waren zwischen den Feiertagen in Kroatien und nahmen an der 39. New Years Regatta teil. Mit von der Partie unser Maxi, der den Adler dort mit einem sehr guten 15. Platz im international besetzten Regattafeld der Laser Radial vertrat. Gesamtergebnisse findet ihr hier. Und wieder mal sehr schöne Impressionen hat Alex Schmidt von Stahl Finow hier abgelegt.

 


 

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